Der Gewerbeverein wirbt um seine Gunst

Am 11. September 2018 fand für die Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe der MPS Schwyz ein besonderer Morgen statt; sie bekamen Besuch vom Gewerbeverein Schwyz.

Der Gewerbeverein Schwyz zählt rund 250 Aktivmitglieder aus 150 Branchen und ist somit einer der grössten Gewerbevereine im Kanton. Die Förderung der Berufslehre liegt der Organisation besonders am Herzen. Was gibt es darum Naheliegenderes, als die jungen Berufsanwärterinnen und Berufsanwärter in der Schule zu besuchen? Dieser Anlass ist seit einigen Jahren fester Bestandteil des Terminkalenders der MPS Schwyz. Die Schüler hatten die Möglichkeit, vier Workshops à 45 Minuten zu besuchen, dabei konnten sie aus 16 Angeboten, in welchen über 20 Berufe präsentiert wurden, auswählen.

Lehrlinge im Mittelpunkt

In den Workshops standen vor allem die Lehrlinge der Betriebe im Mittelpunkt. Sie berichteten über ihre Erfahrungen im Alltag der Berufsausbildung. Dabei erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer allerlei neues und zum Teil erstaunliches. Dass es bei den Logistikern hin und wieder vorkommt, dass sie 25’000 Schritte am Tag laufen, dass rezeptpflichtige Medikamente nur in der Apotheke verkauft werden dürfen und dass die Bäckerin für ihren Beruf nicht nur Kreativität, sondern auch körperliche Fitness mitbringen sollte. Die Verantwortlichen gaben sich grosse Mühe, dem Publikum nicht nur Informationen, sondern bereits praktische Erfahrungen mitzugeben. Beim Heizungsinstallateur konnten die mehrheitlich männlichen Teilnehmer mit dem Schweissspiegel Bekanntschaft machen und erfuhren dabei, dass die Schweissnähte nun stabiler seien, als das Rohr selbst. Beim Plattenleger wurde ein kleines Stück Plattenboden verlegt und beim Betreten des Zimmers der Drogistin wurde man vom typischen Drogeriegeruch empfangen. Die Schüler, die den Workshop des Bäckers/Konditors besuchten, durften gar ihr eigenes Gebäck dekorieren.

Positives Echo

Das Gastspiel des Gewerbevereines hat bei den Schülerinnen und Schülern Eindruck hinterlassen und so manchem wurde ein neues Fenster in die Berufswelt geöffnet. Aber auch das Echo der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner war durchaus positiv. Sie erhoffen sich, viele Schnupperlehrstifte anwerben zu können und so geeignete Lehrlinge für ihren Betrieb zu gewinnen. Und was gibt es schöneres, als wenn für das regionale Gewerbe gute einheimische Arbeitskräfte ausgebildet werden können?